Grosse Tour trotz 32 grad
In meiner Kindheit war ich oft in Griechenland. Hier hat mein Vater “Erwachsenen” Weiterbildung angeboten und ich bin als Kind mit. In den ersten Jahren waren wir immer in Porto Heli, einer kleinen Hafenstadt auf dem Daumen des Peleponnes. Ich habe diese Gegend immer als sehr schön empfunden, mit ihren ausgedehnten Pinienwäldern und kleinen verschlafenen Buchten. Ein paar Jahre später ging es dann mit den Gruppen auf den Zeigefinger weiter nach Tyros, wo meine Frau, meine Tochter und ich diesen Sommer Urlaub gemacht haben.
Es war diesen Juni ausgesprochen warm, bis zu 35 Grad. Trotz alledem wollten wir es uns nicht nehmen lassen einen Ausflug nach Porto Heli zu machen. Hierzu geht es von Tyros Richtung Argos die Küstenstraße hoch. Kurz vor Argos liegt eine eingefasste Quelle, die einen breiten Fluss in das fruchtbare Tal freigibt. An diesem Fluss liegt eine griechisch-orthodoxe Kirche an den Berg gebaut. Neben dieser Andachtsstätte ist eine Höhle mit vielen Ikonen und Heiligenbildern. Wenn man schon da ist, sollte man es sich nicht nehmen lassen, etwas Wasser der Heiligen Quelle mitzunehmen.
Von hier aus sind wir weiter Richtung Nafplio gefahren. Im unteren Teil, wo man wahrscheinlich als Urlauber selten vorbeikommt, führt eine Passstraße über den Bergkamm nach Porto Heli. Hier kann man vereinzelt noch die Spuren der Brände des letzten Jahres sehen. Auf der anderen Seite und nach dem Überholen von etlichen Lastern, kommen wir nach Porto-Heli. Nach ca. 3 Stunden Fahrt endlich angekommen, bin ich ganz und gar nicht enttäuscht, denn es ist genau so schön wie in meinen Kindheitserinnerungen. Porto-Heli ist eine große fast geschlossene Bucht, die nicht ohne Grund von reichen Athenern als Urlaubsort hoch geschätzt wird. In der Bucht liegen alle Arten von Schiffen - vom Fischerboot bis hin zur Jacht. Auch die Promenade ist äußerst reizvoll und lädt zum Shoppen und Flanieren ein. Leider hatten wir keine Zeit mehr diese ausführlich zu genießen, da wir vor unserer Rückfahrt lieber noch etwas essen wollten. Wir haben hier aber noch ein kleines sehr gemütliches Restaurant gefunden und sehr gut zu Abend gegessen bevor wir uns ziemlich müde auf den Heimweg gemacht haben.
Von Efaligiai nach Porto Heli und zurück zu fahren war wirklich eine anstrengende aber trotzdem traumhaft schöne und lohnenswerte Tour. Beim nächsten Mal werden wir eine Übernachtung einplanen und die Rückfahrt erst am nächsten Tag in aller Ruhe angehen.