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Mein erster Urlaub mit Kind

June 25th, 2009 Heidi

p1010103Meine Tochter Judith ist nun neun Monate alt und wir haben den ersten Urlaub mit ihr hinter uns.
Im Nachhinein gesehen ist alles prima verlaufen, aber zu Beginn hatte ich ziemlich Bammel davor. Unser Ziel war ein Ferienhaus im Bergdorf Ano Tyros, das liegt im Osten des Peloponnes in der Provinz Arkadien, nähe der Stadt Leonidio. Ano Tyros ist vom Ort selbst nicht besonders spektakulär, da es ein altes griechisches Bauerndorf ist, indem nicht viel los ist. Da es aber auf einem Bergsattel des Parnon Gebirges liegt,  hat man eine prima Aussicht auf das Meer, den Argolischen Golf. Außerdem ist es hier nicht so heiß wie unten am Strand.

Aber zunächst mal zu den Reisevorbereitungen:
Vor dem Urlaub habe ich erst mal alle Freundinnen befragt, die auch ein kleines Kind haben und mit ihm schon einmal Urlaub gemacht haben. Schließlich will man ja als gute Mutter auf alle Eventualitäten vorbereitet sein und nichts vergessen. Und obwohl ich und mein Mann schon diverse Male Urlaub in Griechenland gemacht haben, ist es auf einmal ganz anders, wenn man mit Baby hinreist.

So waren die wichtigsten Fragen für mich im Vorfeld:

  • Welche Medikamente muss ich für Judith mitnehmen?
  • Welchen Sonnenschutz braucht sie? Braucht sie UV Kleidung oder reicht Sonnencreme?
  • Gibt es in Griechenland auch Folgemilch zu kaufen, gibt es Gläschen?
  • Wie viel Kleidung muss ich mitnehmen?
  • Welches Spielzeug braucht Judith?
  • Wie viel Windeln soll ich mitnehmen?

Meine größte Angst war aber, dass Judith beim Fliegen Angst oder Probleme mit dem Druckausgleich bekommt und die ganze Zeit schreit.

Die Antworten auf die Medikamenten und Sonnenschutzfragen bekam ich von einem guten Freund von mir, der Kinderarzt ist. Auf das Gespräch mit ihm hin stellte ich meine Reiseapotheke zusammen. Fiebersaft, Parazetamolzäpfchen, Fieberthermometer, ein Medikament gegen Erbrechen, eines gegen zuviel Elektrolytverlust bei Durchfall, einen Balsam für Husten und Schnupfen.

Als Sonnencreme hat er mir eine mit dem Faktor 50plus empfohlen. Er hält es für sinnvoller als die von vielen Herstellern angebotene UV Kleidung. Bei meinen eigenen Rechrechen habe ich auch festgestellt, dass die oft aus 100 % Kunstfaser besteht und gerade so in der Sonne die Haut schlecht schwitzen lässt. Allerdings habe ich mir einen Hut mit UV Schutz besorgt, da das Eincremen vom Kopf doch eher schwierig ist, wenn Haare drauf sind. Ansonsten soll man sich halt an eigentlich selbstverständliche Zeiten für das Aufhalten in der Sonne halten. Also nicht zu lange und Mittagssonne meiden.
Von meiner Kinderärztin vor Ort weiß ich auch, dass sie einen Merkzettel hat, auf dem auch noch einmal das Wichtigste drauf steht.

In Sachen Windeln und Ernährung habe ich beschlossen, dass ich für die ersten Tage ein paar Windeln mit nehme und auch ein paar Gläschen, da ich davon ausgegangen bin, dass es so was sicher auch in Griechenland gibt. Bei der Folgemilch, die meine Tochter von der Firma Hipp bekommt habe ich genügend Vorrat mitgenommen, da ich mir sicher war das es diese nicht in Griechenland gibt.
Wie sich dann heraus gestellt hat, gab es in Griechenland Windeln, die dort allerdings sehr teuer sind. Gläschen gibt es leider kaum oder besser gesagt gar nicht. In einem Gespräch mit einem Apotheker erfuhren wir, dass griechische Babys nur Muttermilch bzw. Folgemilch und danach Brei bekommen. Das gibt es also auch zu kaufen und zwar in Apotheken, genauso wie Schnuller, Fläschchen und Flaschenbürsten. Durch Zufall haben wir in einem großen Supermarkt eine Sorte Obstbrei und eine Sorte Gemüsebrei der Typ Kalb mit Gemüse entdeckt. Interessanterweise enthält griechischer Kinderbrei auch Lauch und Zwiebeln. In Deutschland würde man das wahrscheinlich keinem Baby geben.
Da ich die entsprechenden Wörter erst aus dem griechischen Wörterbuch gefischt habe, als Judith den Brei schon gegessen hatte und sie auch keine Blähungen bekommen hatte, habe ich die Art und Weise, wie man in Deutschland Babys ernährt noch einmal überdacht.
Ansonsten hat sie viel griechischen Joghurt und Gurken und Tomaten bekommen. Was ihr prima bekommen ist.
Was wir tagsüber so gemacht haben und wie Judith Strand und Meer entdeckt hat, berichte ich demnächst.

Bis bald.

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