Nafplion war die erste Hauptstadt Griechenlands und ist sicher eine der schönsten Städte des Peloponnes. Die kleine Hafenstadt mit knapp 12.000 Einwohnern liegt am Argolischen Golf und lehnt sich malerisch an den Fuß eines mächtigen Felsens. Die verwinkelten Altstadtgassen mit ihren Souvenirläden und pittoreske Plätze mit unzähligen Tavernen, Restaurants und Cafès ziehen in den Sommermonaten zwar viele Touristen an, doch tut das dem unglaublichen Charme von Nafplion keinen Abbruch. Es gibt auch einige schöne Bademöglichkeiten und Ausflüge z. B. nach Mykene haben hier einen guten Ausgangspunkt.
Eine weitere Sehenswürdigkeit ist sicher die Palamidi-Festung. Sie liegt auf einem 230 Meter hohen Felsen und ist über 999 Stufen zu erreichen. Auch wenn der Aufstieg besonders in den Sommermonaten sehr schweißtreibend ist, wird man durch einen atemberaubenden Panoramablick über den Argolischen Golf, für alle Anstrengungen entschädigt.
Korinth liegt etwa 78 km westlich von Athen und ist nach Patras und Kalamata mit ca. 36.500 die drittgrößte Stadt des Peloponnes. Korinth liegt direkt am Isthmus von Korinth, eben der Landenge, die den Peloponnes mit dem griechischen Festland verbindet. Der Kanal von Korinth ist sehr beeindruckend und touristisch wertvoll, hat aber seine Bedeutung als wichtige Verkehrsverbindung durch den Bau der Autobahn und einige Jahre später der Bahnstrecke verloren.
Auch wenn Korinth heute eine sehr moderne und leider auch sehr laute Stadt ist, bietet sie dem Urlauber auch sehenswertes. So ist neben dem Kanal von Korinth die Festung Akrokorinth durch ihre Lage auf einem Berg oberhalb der Stadt sehr beeindruckend und auf dem Ausgrabungsgelände des antiken Korinth liegt die besondere Atmosphäre des Altertums.
Kalamata ist nicht nur die Hauptstadt der Präfektur Messenien, sondern bildet mit ihren knapp 58.000 Einwohnern auch das wirtschaftliche Zentrum des südlichen Peloponnes.
Kalamata ist für mich hauptsächlich Ausgangsbasis für viele schöne Tagestouren obwohl es auch eine sehenswerte Altstadt und einen ziemlich großen Kiesstrand gibt.
Kalamata ist auch für den Export von Oliven bekannt. Die Sorte „Kalamon“ verdankt der Stadt ihren Namen und hierher kommt auch das berühmte Kalamata-Olivenöl.
Diese kleine Küstenstadt ist das touristische Zentrum des Lakonischen Golfes. Ihr urgrichisches Ambiente erhält sie durch die vielen steilen Treppen und malerischen Gassen und die Hafenpromenade lädt zum schlendern und verweilen ein.
Leider wurden fast alle antiken Sehenswürdigkeiten im 4. Jh. n. Chr. durch ein Erdbeben im Meer versenkt. Einzig ein kleines Amphitheater ist aus dieser Zeit erhalten geblieben.
Über einen Damm kann man die kleine Insel Marathonisi erreichen. Auf der Insel mit einem Leuchtturm und einem kleinen Pinienwald, sollen Paris und Helena ihre erste Liebesnacht verbracht haben. Der Giannetakis-Turm befindet sich in der Mitte der kleinen Insel und beherbergt ein interessantes Museum.
Peloponnes bedeutet wörtlich übersetzt “Insel des Pelops”.
Pelops war in der griechischen Mythologie ein Sohn des sagenhaften Königs Tantalos. Der zweite Teil stammt vom griechischen Wort “nisos” in altgriechischer Aussprache “nesos”, was “Insel” bedeutet.
Obwohl der Peloponnes wie ein Teil des griechischen Festlandes aussieht ist er in Wahrheit eine Halbinsel. Eine Landenge von etwa 6 Km Breite - der Isthmus von Korinth - verbindet die Halbinsel mit dem Festland. Zwar durchbricht der Kanal von Korinth diese Landenge, doch ein künstliches Bauwerk macht eine Halbinsel dadurch nicht zu einer Insel. (Siehe auch: http://de.wikipedia.org/wiki/Halbinsel)